Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Von der Gemeinschaft, Macht und Solidarität – Kirsten Schrick

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Von der Gemeinschaft, Macht und Solidarität

Von der Gemeinschaft, Macht und Solidarität

Die Gemein­schaft war in matri­ar­chalen Kul­turen alles. Das bedeutete aber nicht, dass der/​die Einzelne nicht zählte.

Im Gegen­teil: Indi­vid­u­al­ität wurde hochgeschätzt, denn sie bere­icherte wiederum die Sippe. Ver­ant­wortlich war jed­er für sich, für die anderen und – das ist für mich sehr wesentlich – für das gesamte Sys­tem, in dem er beziehungsweise sie lebten. Das Indi­vidu­um und die Gruppe – das war die Formel der frühzeitlichen Ver­bünde. Die Beute wurde geteilt – Geiz oder die Weigerung zur Teil­habe lohn­ten sich nicht. Der Jäger wurde dann aus der Gruppe verstoßen. 

Wenn wir heute über Female Empow­er­ment sprechen, dann geht es eben auch um die Gemein­schaft in einem Team, in einem betrieblichen oder pri­vat­en Öko-Sys­tem. Welchen Effekt hat die notwendi­ge Frauen­förderung auf der einen, wenn auf der anderen Seite patri­ar­chale Qual­itäten, wie Konkur­renz, unbe­d­ingtes Gewin­nen wollen, Eigen­nutz akzep­tiert sind? Manche Zeitgenossen, die früher nicht lange über­lebt hät­ten mit ihrem eigen­nützi­gen Denken, machen heute Kar­riere. Das ist fatal!

Lasst uns die Gedanken der frühen Kul­turen auf heute übertragen:

  • Wie bere­it seid Ihr, gemein­sam Erfolge (also Beute) zu teilen – in Form von Boni, Anerken­nung, Büh­nen­präsenz? Besprecht Ihr im Team, wenn Neid oder Miss­gun­st sich in Euer Miteinan­der einschleichen?
  • Aber wie neugierig seid Ihr als Team auch auf das Individuelle?
  • Wie gle­ichgewichtig wird Ver­ant­wor­tung für das Ich, das Wir oder das Sys­tem gelebt?

Ich erlebe in dieser Hin­sicht, dass der Fokus immer stärk­er auf die eige­nen Vorteile gerichtet ist. Das Wohlbefind­en der Gruppe, der Gemein­schaft, ist oft nur ein Lip­pen­beken­nt­nis. Dafür soll­ten wir Men­schen uns aktiv einsetzen.

Wenn Du also Female Empow­er­ment leben willst, dann frage Dich mit Deinem Team, wie Ihr Macht anders organ­isieren kön­ntet. Fördert Sol­i­dar­ität als eine Ver­bun­den­heit von Gle­ich­gesin­nten zur Unter­stützung von Ideen und Zie­len ander­er. Gegen­seit­ige Hil­fe, das Ein­treten füreinan­der – das ist gelebtes Female Empow­er­ment. Sol­i­dar­ität braucht Würde und Selb­st­wert­ge­fühl. Wenn diese Qual­itäten jede® in sich kul­tiviert und den Eigen­wert nicht von anderen abhängig macht – dann kön­nen Macht und Sol­i­dar­ität in ein­er Gesellschaft für etwas Neues einge­set­zt wer­den. Und somit das Weib­liche und die Frauen noch mehr stärken.