Merger: Out of the crisis and into a new home
A merger is imminent — and it is not clear whether our customer’s division can find a new home.
Viele Mitarbeitende fühlen sich gerade in Einzelmeetings regelrecht „zugetextet“, bekommen ihrerseits jedoch kaum die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Geschweige denn, dass sie zu ihren Belangen gehört werden. Und wenn doch, fühlen sie sich nur selten verstanden, wahrgenommen in ihren Bedürfnissen und mit ihren Botschaften. Die Führungskraft hört vielleicht zu. Aber sie hört nicht HIN! Die Bedeutung des Gesagten versandet in einem kommunikativen Grundrauschen. Eine andere Situation: Die Kolleg:innen in einem Projekt reden permanent aneinander vorbei. Keiner geht auf die Beiträge der anderen ein. Aus Unwillen oder Reaktanz. Das sorgt für Frust, Verzweiflung und nicht selten auch für stille Wut und Zorn, bei denen, die sich nicht so gut durchsetzen können. Ganz bestimmt jedenfalls ist es keine Basis für gute Arbeitsergebnisse.
Was also muss passieren, damit wie einander wieder wirklich zuhören? Oder noch besser: hinzuhören? Ich bin der Meinung: nicht viel. Hinhören heißt für mich: Ich öffne nicht nur meine Ohren und meinen Kopf. Ich öffne auch mein Herz für mein Gegenüber, seine Welt, seine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse. Das kann der schwierigste Teil der Übung sein – muss es aber nicht. Ich muss schließlich nicht mehr tun, als innerlich einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Ich lasse mich erst einmal ein auf das, was der andere zu sagen hat. Es bleibt danach immer noch Zeit, darauf zu antworten – zustimmend, ablehnend, mit einem Diskurs. Ganz egal. Die oder die andere hat aber erst einmal die Möglichkeit, seinen Standpunkt zu vermitteln. Ich bin überzeugt: Der Verlauf des Gesprächs nach diesem Zuhören wird ein anderer sein. Ruhiger, sachlicher, lösungsorientierter.
Dass es so kommt, ist heute leider nicht mehr selbstverständlich. Denn was ich häufig erlebe ist: Wir reagieren sofort, indem wir bewerten oder abwerten. Und das nicht selten, schon bevor ein Gedanke überhaupt zu Ende geführt worden ist. Ich finde: Wir sollten anfangen, diesen Teufelskreis aus bewerten und weghören zu durchbrechen.
Ich habe auch ein paar Ideen dafür. Mehr dazu in der kommenden Woche auf LinkedIn.