Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Kirsten Schrick – Merger: Out of the crisis and into a new home
Merger: Out of the crisis and into a new home

Merger: Out of the crisis and into a new home

A merg­er is immi­nent — and it is not clear whether our cus­tomer’s divi­sion can find a new home.

Frau Zahn, begonnen hat die Organ­i­sa­tion­sen­twick­lung mit dem erweit­erten Key Account Man­age­ment im Stabs- bzw. Kun­den­bere­ich. Dort standen Team­build­ing, Per­sön­lichkeit­sen­twick­lung und Führungsver­ständ­nis im Mit­telpunkt. Wie haben Sie diese Start­phase erlebt?

Mari­na Zahn: Die Gruppe war am Anfang vor­sichtig, aber sehr offen und neugierig. Ihnen gebührt der Ver­di­enst, dass Sie als Mod­er­a­torin sehr schnell Ver­trauen schaf­fen kon­nten. Genau das war für den Erfolg des Pro­jek­tes entschei­dend. So began­nen die Kol­legin­nen und Kol­le­gen, sich aufeinan­der einzu­lassen und den Prozess mitzugehen.

In den Work­shops hat Ihr Vor­standsvor­sitzen­der, Dr. Mar­tin Mihalovits, erst­mals die Vision der Kreiss­parkasse vorgestellt. Wie war die Reaktion?

Das war für alle Teil­nehmenden inspiri­erend und ener­getisierend! Viele sagten spon­tan: Das haben wir gebraucht.’ Die Vision war inhaltlich nicht völ­lig neu, aber in dieser Klarheit und Verdich­tung war sie ein Schlüs­sel­mo­ment – weg­weisend für das ganze Haus.

Wie kam es, dass der Prozess auf den Fach­bere­ich Mark­t­folge aus­geweit­et wurde?

Die Vision hat in der Gruppe sofort etwas aus­gelöst. Alle woll­ten, dass auch die Kol­legin­nen und Kol­le­gen aus der Mark­t­folge Teil davon wer­den. Es ging darum, alle an Bord zu holen, gemein­sam an einem Strang zu ziehen und ein gemein­sames Ziel zu verfolgen.

Was waren die wichtig­sten Effek­te, als sich die Kol­legin­nen und Kol­le­gen aus den Bere­ichen Markt und Mark­t­folge begeg­net sind?

Alle haben erkan­nt: Jed­er hat seinen eige­nen, spez­i­fis­chen Bezugsrah­men. Der Markt’ denkt stärk­er in Chan­cen, die Mark­t­folge’ eher in Sicher­heit. Dieser Per­spek­tivwech­sel war entschei­dend – nicht im Sinne von richtig oder falsch, son­dern im gegen­seit­i­gen Ver­ständ­nis voneinan­der. Am Ende stand das Com­mit­ment: Wir wollen uns gegen­seit­ig unter­stützen, weil wir nur gemein­sam erfol­gre­ich sind.

Sie haben für das gesamte Pro­jekt vom Vor­stand eine Art Blankoscheck bekom­men – also größt­mögliche Frei­heit in der Aus­gestal­tung. Wie haben Sie das erlebt?

Das war ein großer Ver­trauens­be­weis seit­ens der Führungse­tage. Für mich per­sön­lich ist Gestal­tungs­freiraum enorm wichtig, um schnell auf neue Sit­u­a­tio­nen reagieren zu kön­nen. Genau das war auch Teil unseres Erfol­gs – wir kon­nten flex­i­bel auf das reagieren, was sich aus den Work­shops ergeben hat.

Was sagt diese Frei­heit über die Kul­tur der Kreiss­parkasse Mies­bach-Tegernsee aus?

Sie zeigt, dass Ver­trauen in den einzel­nen Mitarbeiter:in und Autonomie bei uns großgeschrieben wer­den. Führung heißt bei uns im Haus: Ver­ant­wor­tung übergeben und eigen­ver­ant­wortlich­es Han­deln fördern. Das stärkt das Selb­st­be­wusst­sein und die Entwick­lung jedes einzel­nen Mitarbeiters:in.

Nach der Vision standen die Werte auf der Agen­da. Wie haben Sie diesen Prozess erlebt?

Die Teil­nehmenden kamen frei­willig mit Beiträ­gen und Erwartun­gen dazu auf uns zu. Das haben wir gespürt. Die Stim­mung war gelöst, neugierig, lebendig. Wir hat­ten eine sehr het­ero­gene Gruppe, von langjähri­gen Mitar­bei­t­en­den bis hin zu New­com­ern. Über­raschend war, wie schnell sich alle auf vier Werte: Begeis­terung, Fair­ness, Mut und Ver­trauen eini­gen kon­nten, mit denen sich wirk­lich jede/​jeder iden­ti­fiziert hat.

Am Vision­stag wur­den die Ergeb­nisse des Prozess­es live mit allen Mitar­bei­t­en­den ver­han­delt. Das war ein mutiges Vorhaben! Wie haben Sie die Stim­mung erlebt?

Wir woll­ten die gesamte Belegschaft ein­laden, uns auf dem Weg zu begleit­en – alle 300 Mitar­bei­t­en­den. Im Mit­telpunkt standen die Vorstel­lung der gemein­samen Vision durch den Vor­stand und der Werte, die von den Wer­te­botschaf­terin­nen und ‑botschaftern vorgestellt wur­den. In sehr gemis­cht­en Grup­pen wurde anschließend inten­siv dazu gear­beit­et, was das für unsere Zusam­me­nar­beit und den Umgang miteinan­der – aber auch mit unseren Kundin­nen und Kun­den – bedeutet. Die Energie war unglaublich: offen, her­zlich, engagiert. Die Kol­legin­nen und Kol­le­gen haben sich total geöffnet und aktiv mit­gemacht. Ihre pos­i­tive und mitreißende Art hat viel dazu beige­tra­gen, dass der Tag so ein Erfolg wurde.

Wie wirken die Werte, die Sie sich erar­beit­et haben, heute im Alltag?

Wir haben uns im Nach­gang des Vision­stags inten­siv damit beschäftigt. Jed­er Bere­ich hat aus der Vision seine eigene Mis­sion abgeleit­et. In rund 25 Work­shops wur­den diese Mis­sio­nen in den Teams disku­tiert und geschärft. Durch die gezielte Reflex­ion sind unsere Werte viel stärk­er im Bewusst­sein der Belegschaft angekom­men. Heute wer­den sie im Haus beziehungsweise Arbeit­sall­t­ag aktiv gelebt und regelmäßig reflektiert.

Welche Rolle hat­ten und haben die Führungskräfte?

Sie waren Schlüs­selfig­uren. Gemein­sam mit ihren Teams haben sie reflek­tiert, in welchen Bere­ichen sie stark sind, in welchen sie noch nachjustieren möcht­en und an welch­er Stelle sie Unter­stützung von ihren Part­nern benöti­gen. Es ent­stand ein echter Dia­log über Zusam­me­nar­beit – nicht im Sinne von Wir sind gut, weil die anderen schlecht sind’, son­dern im Sinne von Wie kön­nen wir gemein­sam bess­er werden?’.

Was haben Sie per­sön­lich aus dem gesamten Prozess gelernt?

Dass die soge­nan­nten weichen’ The­men in Wahrheit die harten Erfol­gs­fak­toren sind. Im All­t­ag gehen sie oft unter – aber sie entschei­den darüber, ob eine Organ­i­sa­tion zusam­men­hält. Es geht nicht darum, welch­er Bere­ich der wichtig­ste ist, son­dern darum, dass der eine nur mit dem anderen erfol­gre­ich sein kann. Führung heißt, dieses Miteinan­der vorzuleben.

Wie geht es jet­zt weiter?

Jedes Team hat sich verpflichtet, regelmäßig in den Meet­ings zu reflek­tieren, wo es bei Mis­sion und Werten ste­ht. Es gibt in jedem Team einen Wertebotschafter:in, der das The­ma aktiv hält. So bleibt das Ganze lebendig – ohne Druck, aber mit Bewusstsein.

Und was wün­schen Sie sich, dass in zwei, drei Jahren über dieses Pro­jekt gesagt wird?

Ich wün­sche mir, dass die Kol­legin­nen und Kol­le­gen sich mit Freude an den Vision­stag erin­nern – und dass sich unsere Zusam­me­nar­beit langfristig pos­i­tiv entwick­elt und nach­haltig Wirkung zeigt.