Zuhören im Hier und Jetzt
Wir leben in einer Zeit, in der wir öffentlich viele Konflikte erleben: gesellschaftliche Spannungen, Kriege, Gewaltexzesse. Ich frage mich häufig: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Krisen im Außen und den Konflikten in unserem Inneren?
Und wenn ja: welchen?
Eine Verbindung zwischen den großen Kriegen auf dieser Welt und den kleinen Unfreundlichkeiten und Reibereien, die uns in Alltagssituationen begegnen. Ich denke, es gibt Möglichkeiten, frühzeitig zu deeskalieren, Prävention zu betreiben. In unserem eigenen Erleben und dem Miteinander mit anderen.
Der wesentliche Schlüssel dafür ist aus meiner Sicht: ZUHÖREN! Weil kaum jemand mehr wirklich zuhört — was ich häufig erlebe — und auf die Perspektive seines Gegenübers eingeht. Das erzeugt auf Dauer ein Reizklima.
Folge: Jeder wiederholt nur seine Argumente, spitzt diese immer schriller zu und verteidigt den eigenen Standpunkt immer vehementer und lauter, um sich Gehör und damit Aufmerksamkeit zu verschaffen. In diesen Situationen bewusst zuzuhören, bedeutet, einen Cut zu machen. Raum zu geben für den Dialog.
Welche Gründe gibt es aus Ihrer Sicht für ungelöste Konflikte und wie könnten wir in unseren Alltag friedliche Konfliktbewältigung betreiben?
Meine Gedanken dazu möchte ich mit Ihnen in den kommenden Wochen auf LinkedIn teilen.